Edition Staub wurde 2013 von zwei Schulfreunden mit dem Ziel gegründet, in größtmöglicher Selbständigkeit Bücher schreiben, gestalten und produzieren zu können. Wir scheuen uns nicht, kleine bebilderte Gedichtbände zu publizieren und in Zeiten, in denen nur dickleibige Romane Verkaufserfolge feiern, vergessene Gattungen wie die Erzählung zu fördern.

Im letzten Jahr wurde für die Edition Staub ein neues handliches Format speziell für Erzählungen und Gedichte entwickelt, das durch sorgfältige Fadenbindung, aufwendige Umschlaggestaltung und extra angefertigte Handzeichnungen, Drucke oder Computergrafiken seinen Beitrag zum bibliophilen Charakter der Edition leistet. Drei Neuerscheinungen versuchen den leserfreundlichen Charakter dieses Formats unter Beweis zu stellen: die Lyrikbände DASISTAL und NEUES AUS LILIPUT sowie die Erzählung DAS MÄCHTIGE HÄUFLEIN.

In letzterer mag der eine oder andere Leser eine Reaktion auf Eckard Henscheids “Die Vollidioten“ erkennen. Doch für Mangelsdorff-Fans und alle, die Frankfurt kennen (beides passt ja in der ehemaligen Hauptstadt des Jazz bestens zusammen) handelt es sich in erster Linie um eine selbstironisch liebevolle Erinnerung an die versponnenen Studentenmilieus der späten siebziger Jahre.

Neben literarischen Erzeugnissen stehen ab 2017 auch Bücher zur Architektur und Architekturtheorie im Programm. Das scheint auf den ersten Blick merkwürdig, doch war diese Entwicklung schon dem ersten Buch der Edition anzumerken. „Das artemisianische Prinzip“ ist ja beides: historische Erzählung und architekturtheoretischer Essay.